Mehr Lebensfreude:
Wie du dich mit positiven Affirmationen stärkst
Kennst du diese fiese Stimme in deinem Kopf? Häufig sind wir selbst unser stärkster Kritiker. Ein Ausweg aus dem Gedankenkarussell können positive Affirmationen sein. So versorgst du dein Unterbewusstsein mit neuen Informationen, die dein Selbstbewusstsein und dein Wohlbefinden stärken.

Ein Gedankenkarussell im Kopf
Täglich denken wir 60.000 bis 80.000 Gedanken, die uns zum größten Teil nicht bewusst sind. Häufig sind wir innerlich mit selbstkritischen und sich ständig wiederholenden Gedanken beschäftigt. Hast du schon mal beobachtet, wie du selbst mit dir sprichst? Nicht selten führen kleine Missgeschicke im Alltag zu inneren Bewertungen wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Das können andere viel besser als ich“.
Meist liegt der Grund für solche dysfunktionalen Gedankenmuster in der frühen Kindheit. In den ersten Lebensjahren übernehmen wir automatisch Ansichten und Überzeugungen von unseren Eltern und anderen nahen Bezugspersonen. Wir ziehen Schlussfolgerungen aus Situationen, die wir irgendwann nicht mehr hinterfragen und zu unserer eigenen „Wahrheit“ werden. Wir glauben sie, ob sie richtig sind oder nicht. Dadurch sehen wir die Welt niemals so, wie sie ist, sondern nehmen sie durch unsere persönliche Brille wahr.
Mit neuen Gedanken das Leben positiv verändern
Dein Unterbewusstsein ist unglaublich mächtig: Es bestimmt 95 Prozent deiner Handlungen, nur 5 Prozent laufen bewusst ab. Daher ist es so wichtig, sich solcher negativen Überzeugungen und Glaubenssätze bewusst zu werden. Frage dich: Stimmt das wirklich, was ich über mich denke? Kann ich ganz sicher sein, dass sie wahr sind?
An diesem Punkt können Affirmationen wirken. Sie sind ein wertvolles Tool, um dich von Mangeldenken und innerer Selbstsabotage zu befreien und deine Lebensqualität zu erhöhen. Eine positive innere Haltung („Mindset“) kann dich innerlich stärken und durch belastende Zeiten tragen.
Was ist eine Affirmation?
Eine Affirmation (lateinisch affirmatio = versichern, beteuern) ist ein Satz, der dich bestärkt und auf dein Ziel ausrichtet. So wird der Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“ zum Beispiel zu „Ich gebe mein Bestes und bin immer gut genug“ oder „Ich bin genau richtig, wie ich bin“. Achte darauf, dass deine Affirmationen positiv – ohne „kein“ und „nicht“ – und in der Gegenwart formuliert sind.
Und natürlich müssen die Sätze auch zu dir passen und dir ein gutes Gefühl geben. Wenn dir die Affirmation ein Lächeln auf dein Gesicht zaubert und ein kleines Kribbeln der Vorfreude auslöst, ist sie genau richtig für dich. Verbinde die Affirmation mit einem positiven Gefühl der Dankbarkeit oder Vorfreude. Je stärker der Gedanke mit einer Emotion aufgeladen sind, desto machtvoller ist er für dein Leben.
Übung macht den Meister!
Meist war dein Unterbewusstsein für Jahre oder Jahrzehnte in einer negativen Gedankenschleife. Daher braucht dein Geist Übung in der neuen Denkweise. Es reicht nicht, deine Affirmationen ein paar Mal zu wiederholen. Am besten praktizierst du sie täglich in Verbindung mit Alltagsroutinen wie Zähne putzen oder kochen. Du kannst dir einen Zettel an den Kühlschrank heften, der dich immer wieder an deine neue Überzeugung erinnert.
Das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung
So gibst du deinem Unterbewusstsein eine neue Orientierung. Du lernst mit der Zeit, stärker an dich selbst zu glauben. Mit den positiven Gedanken und dem wertschätzenden Umgang mit dir selbst kommen mehr positive Gefühle in dein Leben. Das beeinflusst langfristig auch deine Entscheidungen, Handlungen und Erlebnisse im Alltag. Denn letztlich formt unsere innere Welt unsere äußere Welt.