Arnica für die Notfallapotheke:

„Verletzungsmittel“ der Homöopathie

Ob aufgeschlagene Knie, Prellung oder Nasenbluten – bei kleineren Unfällen im Alltag ist Arnica als homöopathisches Mittel ein wichtiger Helfer.

Arnica montana – die Blume aus den Bergen

Arnica (Arnica montana) gehört wie der Löwenzahn und das Gänseblümchen zu den Korbblütengewächsen. Weniger bekannt ist die Blume unter ihrem deutschen Namen „Bergwohlverleih“. Arnica wächst auf natürlichen Bergwiesen und in Gesellschaft von Heidekraut im Gebirge. Im Frühsommer entfaltet sie ihre leuchtend gelben Blüten.
In der Pflanzenheilkunde wird Arnica etwa als Tinktur, Spray und Salbe vor allem bei äußerlichen stumpfen Verletzungen verwendet. Sie wird zur Entzündungshemmung, Abschwellung und Schmerzlinderung eingesetzt. Für die Herstellung des homöopathischen Mittels nimmt man die getrocknete Wurzel der Arzneipflanze.

Wann kann Arnica helfen?

Arnica montana ist das wichtigste „Verletzungsmittel“ der Homöopathie und gehört in jede Notfallapotheke. Zusätzlich zur Erstversorgung kann Arnica bei kleinen und größeren Unfällen deines Kindes wertvolle Hilfe leisten.

Hier sind einige Beispiele:

  • wenn sich dein Kind bei einem Sturz verletzt hat – von aufgeschlagenem Knie, Schürfwunde am Ellbogen bis zum blauen Fleck
  • wenn es sich gestoßen, gequetscht, verrenkt oder verstaucht hat
  • wenn es blutet (Lippe, Nase, Knie) oder ein blaues Auge hat
  • unterstützend nach einer Operation oder Zahnbehandlung

Arnica ist im Alltag ein nützlicher Begleiter. Wenn du das homöopathische „Verletzungsmittel“ unterwegs dabeihast, bist du für die nächste Bauchlandung der Kleinen gut gewappnet. Pack es in deine Handtasche, Satteltasche am Fahrrad oder Wanderrucksack. Bei direkter Einnahme kann das homöopathische Mittel helfen, den Schmerz zu lindern und die Wundheilung zu beschleunigen. Wenn sich dein Kind ernsthaft verletzt hat, solltest du aber unbedingt auch den Kinderarzt kontaktieren oder ins Krankenhaus fahren.

So erkennst du, dass Arnica das richtige Mittel ist

Wer sein Kind genau beobachtet, kann leicht erkennen, ob Arnica das passende Mittel ist. Typischerweise hat sich dein Kind verletzt, etwa beim Spielen, nach einem Sturz von der Schaukel oder vom Fahrrad. Die betroffene Stelle ist schmerzhaft und geschwollen. Vielleicht ist schon ein blauer Fleck, also ein Bluterguss, zu sehen. Jede Bewegung schmerzt und fühlt sich wie zerschlagen an. Dein Kind möchte nicht, dass du die Stelle berührst und hat eventuell sogar Angst davor. Es kann auch sein, dass es einen Schreck bekommen hat und weint.

Kurze Checkliste: Arnica montana

Beachte:

Es müssen nicht alle Merkmale zutreffen, sondern sie sollten in ihrer Kombination das Gesamtbild der Beschwerden deines Kindes am ehesten widerspiegeln.

Zur Einnahme:

Im akuten Fall 3 Globuli Arnica montana D6 sofort lutschen und die Gabe nach 30 Minuten, nach einer Stunde und nach zwei Stunden wiederholen. Die letzte Gabe erfolgt vor dem Schlafengehen. Falls es in den Folgetagen noch schmerzhaft ist, 3-mal täglich je 3 Globuli in D6 lutschen und bei Besserung ausschleichen lassen. Kinder ab dem Schulalter lutschen je 5 Globulis.

Zur Einnahme von Globuli

Achtung:

Arnica mag kein Pfefferminz, was möglichst gemieden werden sollte.

Wichtiger Hinweis:

Die bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und ersetzen keine medizinisch fachkundige Beratung oder Behandlung von gesundheitlichen Beschwerden. Wende dich bei Beschwerden bitte an deinen Arzt oder Heilpraktiker. Weitere Infos findest du unten im Haftungsausschluss.

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Andrea Müssener

Andrea war Krankenschwester, ist Heilpraktikerin und Mama von zwei erwachsenen Töchtern. Als ausgebildete klassische Homöopathin in eigener Praxis brennt sie für die Homöopathie und gibt ihr Wissen als Dozentin und in Blog-Beiträgen weiter.
Mehr über Andrea: www.a-muessener.de

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